Osterbrot mit Rosinen: Hamburgerin backt es seit 40 Jahren nach Familienrezept

Osterbrot mit Rosinen: Hamburgerin backt es seit 40 Jahren nach Familienrezept

In Hamburg pflegt eine Bäckerin seit vier Jahrzehnten eine besondere Ostertradition: das Osterbrot mit Rosinen nach ihrem Familienrezept. Dieses saftige, aromatische Hefegebäck vereint die Süße getrockneter Weintrauben mit der Würze von Gewürzen und verkörpert den Frühling auf dem Frühstückstisch. Die Hamburgerin hat das Rezept von ihrer Großmutter übernommen und backt es jedes Jahr aufs Neue für ihre Familie. Heute teilen wir dieses authentische Rezept, das Tradition und Geschmack perfekt verbindet. Mit etwas Geduld und den richtigen Zutaten gelingt auch Anfängern dieses festliche Osterbrot, das durch seine lockere Krume und den intensiven Rosinengeschmack überzeugt.

30

45

moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung der rosinen

Beginnen wir mit den Rosinen und Sultaninen. Gebt sie in eine Schüssel und übergießt sie mit warmem Wasser. Lasst sie etwa 15 minuten einweichen, damit sie schön saftig werden. Dies ist wichtig, denn eingeweichte Rosinen geben dem Brot später mehr Feuchtigkeit und verhindern, dass sie beim Backen zu hart werden. Nach dem Einweichen gießt ihr das Wasser ab und tupft die Früchte mit einem Küchentuch trocken.

2. hefeteig ansetzen

Erwärmt die Milch in einem kleinen Topf auf etwa 37 grad celsius – sie sollte lauwarm sein, nicht heiß. Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel und macht in der Mitte eine Mulde. Streut die Trockenhefe hinein und gebt einen Teelöffel Zucker sowie drei Esslöffel der lauwarmen Milch dazu. Verrührt dies leicht und lasst den Vorteig – das ist die erste Aktivierung der Hefe – etwa 10 minuten an einem warmen Ort gehen, bis sich kleine Bläschen bilden.

3. teig kneten

Fügt nun den restlichen Zucker, das Salz, die weiche Butter in Stückchen, den Vanillezucker, die Zitronenschale, den Kardamom und die Muskatnuss zum Vorteig hinzu. Gießt die restliche lauwarme Milch dazu. Knetet alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen etwa 8 bis 10 minuten zu einem glatten, elastischen Teig. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und nicht mehr kleben. Falls er zu klebrig ist, gebt noch etwas Mehl hinzu.

4. rosinen einarbeiten

Arbeitet nun vorsichtig die vorbereiteten Rosinen und Sultaninen in den Teig ein. Knetet sie gleichmäßig unter, damit sie sich gut verteilen. Achtet darauf, nicht zu lange zu kneten, sonst werden die Rosinen zerdrückt. Deckt die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stellt sie an einen warmen, zugfreien Ort. Lasst den Teig etwa 60 minuten gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

5. teig formen

Fettet die Kastenform gut mit Butter ein oder legt sie mit Backpapier aus. Nehmt den aufgegangenen Teig aus der Schüssel und knetet ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durch. Dies nennt man Durchstoßen – dabei entweicht überschüssige Luft und der Teig bekommt eine feinere Struktur. Formt den Teig zu einem länglichen Laib und legt ihn in die vorbereitete Kastenform.

6. zweite gehzeit

Deckt die Form wieder mit dem Geschirrtuch ab und lasst das Brot weitere 30 minuten gehen. In dieser Zeit sollte der Teig nochmals aufgehen und die Form gut ausfüllen. Währenddessen heizt ihr den Backofen auf 180 grad celsius Ober- und Unterhitze vor. Stellt eine hitzebeständige Schale mit Wasser auf den Boden des Ofens – die entstehende Feuchtigkeit sorgt für eine schöne Kruste.

7. brot glasieren und backen

Verquirlt das Ei in einer kleinen Schüssel. Bestreicht die Oberfläche des Brotes vorsichtig mit dem verquirlten Ei – verwendet dafür einen Backpinsel. Streut dann die gehobelten Mandeln und den Hagelzucker darüber. Dies gibt dem Osterbrot seine charakteristische festliche Optik. Schiebt die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens und backt das Brot etwa 45 minuten.

8. stäbchenprobe und auskühlen

Nach 45 minuten macht ihr die Stäbchenprobe: stecht mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Brotes. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, ist das Brot fertig. Falls doch, verlängert die Backzeit um 5 bis 10 minuten. Nehmt das fertige Brot aus dem Ofen und lasst es etwa 10 minuten in der Form abkühlen. Stürzt es dann vorsichtig auf ein Kuchengitter und lasst es vollständig auskühlen, bevor ihr es anschneidet.

Sanne

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr das Osterbrot besonders aromatisch möchtet, könnt ihr die Rosinen statt in Wasser in warmem Rum oder Orangensaft einweichen. Dies verleiht dem Brot eine zusätzliche Geschmacksnote. Außerdem könnt ihr dem Teig 50 gramm gehackte Mandeln oder Walnüsse beifügen für mehr Biss. Das Brot hält sich in einem Brotkasten oder in Alufolie eingewickelt etwa 5 bis 7 tage frisch. Ihr könnt es auch einfrieren und bei Bedarf auftauen lassen.

passende getränke zum osterbrot

Zum Osterbrot mit Rosinen passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer Schwarztee. Die Röstaromen des Kaffees harmonieren wunderbar mit der Süße der Rosinen und den Gewürzen. Alternativ schmeckt auch ein Chai-Tee mit seinen würzigen Noten ausgezeichnet dazu. Für Kinder oder am Nachmittag eignet sich ein Glas frische Milch oder ein leichter Früchtetee. An den Osterfeiertagen darf es auch ein Glas Prosecco oder ein süßer Dessertwein sein.

Zusätzliche Info

Das Osterbrot, auf deutsch auch Osterzopf oder Osterstriezel genannt, hat in vielen deutschen Regionen eine lange Tradition. Besonders in Norddeutschland und Hamburg wird es zu Ostern gebacken und symbolisiert den Frühling und die Auferstehung. Die Rosinen stehen dabei für Fruchtbarkeit und Fülle. Das Familienrezept der Hamburgerin stammt ursprünglich aus den 1940er Jahren und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Damals waren Gewürze wie Kardamom noch kostbar und wurden nur zu besonderen Anlässen verwendet. Heute ist das Osterbrot fester Bestandteil des Osterfrühstücks in vielen norddeutschen Familien. Die Tradition des Brotbackens zu Ostern verbindet Menschen und schafft Erinnerungen, die über Jahrzehnte bestehen bleiben.

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