In nur 20 Minuten: So gelingt Burrata-Pasta wie beim Italiener

In nur 20 Minuten: So gelingt Burrata-Pasta wie beim Italiener

In nur 20 Minuten steht ein cremiges burrata-pasta-gericht auf dem Tisch, das an die besten trattorias Italiens erinnert. Diese pasta, eine traditionelle italienische Teigwarenspezialität, vereint sich mit der samtigen burrata zu einem harmonischen ganzen. Der cremige käsekern schmilzt über den heißen nudeln und bildet eine luxuriöse sauce, die jeden bissen zum genuss macht. Perfekt für eilige abende, wenn man dennoch nicht auf qualität verzichten möchte. Die kombination aus frischen tomaten, aromatischem basilikum und hochwertigem olivenöl verleiht diesem gericht seinen authentischen charakter. Auch kochanfänger gelingen diese pasta mühelos, denn die zubereitung erfordert keine besonderen fertigkeiten. Die wenigen zutaten sprechen für sich und benötigen kaum bearbeitung. Ein gericht, das beweist, dass italienische küche nicht kompliziert sein muss, um hervorragend zu schmecken.

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facile

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Einen großen topf mit reichlich wasser zum kochen bringen und großzügig salzen. Das wasser sollte wie meerwasser schmecken, denn die pasta nimmt während des kochens das salz auf. Dies ist der grundstein für geschmackvolle nudeln, die nicht fade schmecken.

2.

Die pasta nach packungsanweisung al dente kochen. Al dente bedeutet bissfest, die nudeln sollten noch einen leichten widerstand beim beißen haben. Etwa eine minute vor ende der garzeit eine tasse nudelwasser abschöpfen und beiseite stellen. Dieses stärkehaltige wasser wird später die sauce binden.

3.

Während die pasta kocht, die kirschtomaten halbieren oder vierteln, je nach größe. Kleinere stücke geben mehr saft ab und verbinden sich besser mit der sauce. Die knoblauchzehen schälen und in feine scheiben schneiden. Zu grob geschnittener knoblauch kann bitter werden und dominiert dann zu stark.

4.

In einer großen pfanne das olivenöl bei mittlerer hitze erwärmen. Den knoblauch hinzufügen und etwa 1 minute sanft anbraten, bis er duftet, aber nicht bräunt. Gebräunter knoblauch wird bitter und verdirbt das gesamte gericht. Die hitze sollte moderat bleiben.

5.

Die kirschtomaten in die pfanne geben und unter gelegentlichem rühren etwa 5 minuten köcheln lassen. Die tomaten sollten weich werden und ihren saft abgeben. Mit einer gabel leicht zerdrücken, um eine rustikale sauce zu erhalten. Mit salz, pfeffer und chiliflocken würzen.

6.

Die abgetropfte pasta direkt in die pfanne mit der tomatensauce geben. Etwas von dem reservierten nudelwasser hinzufügen und alles gut vermengen. Die stärke im nudelwasser emulgiert mit dem olivenöl und bildet eine cremige konsistenz. Bei bedarf mehr nudelwasser hinzufügen, bis die gewünschte sämigkeit erreicht ist.

7.

Die pasta auf vorgewärmte teller verteilen. Die burrata vorsichtig öffnen und auf die heiße pasta setzen. Der cremige kern sollte über die nudeln fließen. Mit frischen basilikumblättern garnieren, die man mit den händen zerpflückt hat. Nie basilikum mit dem messer schneiden, da es sonst oxidiert und dunkel wird.

8.

Sofort servieren, solange die pasta heiß ist und die burrata noch schmilzt. Mit einem guten olivenöl beträufeln und nach belieben mit zusätzlichem schwarzem pfeffer würzen. Jeder gast sollte die burrata selbst auf seinem teller verteilen können, um den vollen genuss zu erleben.

Sanne

Tipp vom Chefkoch

Die qualität der burrata macht den unterschied. Achten sie auf frische, cremige burrata aus büffelmilch, die eine seidige textur hat. Lassen sie die burrata vor dem servieren etwa 15 minuten bei raumtemperatur stehen, damit sie ihr volles aroma entfaltet. Zu kalte burrata schmilzt nicht richtig über der pasta. Wenn keine frische burrata verfügbar ist, kann auch mozzarella di bufala verwendet werden, allerdings fehlt dann der cremige kern. Das nudelwasser ist ihr geheimes werkzeug für eine perfekte sauce, verwenden sie es großzügig. Die stärke bindet öl und flüssigkeit zu einer homogenen emulsion. Experimentieren sie mit verschiedenen pasta-sorten wie orecchiette oder rigatoni, die die sauce besonders gut aufnehmen. Für eine intensivere note können sie geröstete pinienkerne oder gehackte walnüsse über das fertige gericht streuen.

Die perfekte weinbegleitung

Ein leichter weißwein harmoniert perfekt mit dieser cremigen pasta. Ein vermentino aus sardinien oder ligurien bringt frische zitrusnoten mit, die die cremigkeit der burrata ausgleichen. Seine mineralität ergänzt die tomatensauce ideal. Alternativ passt ein rosé aus der provence hervorragend, dessen fruchtige noten die süße der tomaten unterstreichen. Für rotweinfans empfiehlt sich ein junger chianti classico, der nicht zu tanninreich ist und die aromen nicht überlagert. Die fruchtigkeit des sangiovese harmoniert wunderbar mit dem basilikum. Servieren sie den wein leicht gekühlt bei etwa 12 bis 14 grad. Wer alkoholfreie optionen bevorzugt, wählt einen hausgemachten zitronenlimonade oder ein mineralwasser mit einem spritzer limette. Die säure erfrischt den gaumen zwischen den bissen und bereitet ihn auf den nächsten genuss vor.

Zusätzliche Info

Die burrata stammt ursprünglich aus apulien, genauer aus der region um andria. Ihr name bedeutet übersetzt gebuttert und verweist auf ihre cremige konsistenz. Traditionell wurde burrata in asphodelusblätter gewickelt verkauft, heute meist in plastikbeuteln mit salzlake. Die herstellung ist handarbeit: eine hülle aus mozzarella wird mit stracciatella, einer mischung aus mozzarellafäden und sahne, gefüllt. Dieses käsejuwel wurde erst in den 1920er jahren erfunden, als käser nach einer möglichkeit suchten, überschüssige mozzarellareste zu verwerten. Heute gilt burrata als delikatesse der italienischen küche und wird weltweit geschätzt. Die kombination mit pasta ist relativ modern, gewinnt aber zunehmend an beliebtheit in der zeitgenössischen italienischen gastronomie. In italien wird dieses gericht besonders im sommer serviert, wenn tomaten ihr volles aroma entwickeln. Die einfachheit der zutaten spiegelt die philosophie der cucina povera wider, der arme-leute-küche, die aus wenigen, aber hochwertigen produkten großartiges schafft.

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