Lauch-Kartoffel-Auflauf aus dem Ofen: Wohlfühlessen für kalte Märztage

Lauch-Kartoffel-Auflauf aus dem Ofen: Wohlfühlessen für kalte Märztage

Wenn die Märztage noch frostig sind und der Frühling auf sich warten lässt, braucht es ein herzhaftes Gericht, das von innen wärmt. Dieser Lauch-Kartoffel-Auflauf aus dem Ofen vereint cremige Kartoffeln mit zartem Lauch zu einer harmonischen Komposition, die Körper und Seele gleichermaßen verwöhnt. Die goldbraune Kruste verspricht Knusprigkeit, während das Innere saftig und aromatisch bleibt. Ein Klassiker der deutschen Küche, der mit wenigen Zutaten auskommt und dennoch beeindruckt. Perfekt für alle, die nach einem langen Tag ein unkompliziertes, aber geschmackvolles Essen genießen möchten.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Kartoffeln

Zuerst die festkochenden Kartoffeln gründlich unter fließendem Wasser waschen und mit einem Sparschäler schälen. Dann in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden, etwa 3 bis 4 Millimeter dick. Diese gleichmäßige Dicke ist wichtig, damit alle Kartoffelscheiben zur gleichen Zeit gar werden. Die geschnittenen Scheiben in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, damit sie nicht braun werden und überschüssige Stärke abgeben können.

2. Lauch putzen und schneiden

Den Lauch gründlich putzen, da sich oft Erde zwischen den Schichten versteckt. Dazu die äußeren welken Blätter entfernen und den Lauch der Länge nach halbieren. Unter fließendem Wasser gründlich ausspülen und dabei die einzelnen Schichten auseinanderspreizen. Anschließend in etwa 1 Zentimeter dicke Ringe schneiden. Sowohl die weißen als auch die hellgrünen Teile verwenden, nur das dunkelgrüne Ende weglassen, da es oft zäh ist.

3. Sahne-Milch-Mischung zubereiten

In einer Rührschüssel die Sahne mit der Milch vermischen. Die Knoblauchzehe schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken oder sehr fein hacken und zur Mischung geben. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer großzügigen Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Muskatnuss harmoniert wunderbar mit Kartoffeln und Lauch und verleiht dem Auflauf eine besondere Note. Alles gut mit einem Schneebesen verrühren.

4. Auflaufform vorbereiten

Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform mit etwa 2 Litern Fassungsvermögen mit der Butter großzügig einfetten. Dabei auch die Ränder nicht vergessen, damit nichts festbackt und sich der Auflauf später leicht herauslösen lässt. Das Einfetten verhindert auch, dass die äußeren Schichten zu stark anbräunen.

5. Schichten aufbauen

Jetzt beginnt das Schichten. Die Kartoffelscheiben aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen. Eine Schicht Kartoffelscheiben überlappend am Boden der Form auslegen, wie Dachziegel. Darüber eine Schicht Lauchringe verteilen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und einen Teil der Sahne-Milch-Mischung darübergießen. Etwa ein Drittel des geriebenen Käses darüberstreuen. Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte aus Kartoffeln bestehen.

6. Finale Würzung und Käseschicht

Die restliche Sahne-Milch-Mischung gleichmäßig über den gesamten Auflauf gießen. Dabei darauf achten, dass die Flüssigkeit bis knapp unter den Rand reicht und alle Schichten gut bedeckt sind. Den restlichen geriebenen Käse großzügig über die oberste Kartoffelschicht streuen. Dieser bildet später die herrlich goldbraune, knusprige Kruste, die den Auflauf so unwiderstehlich macht.

7. Backen im Ofen

Die Auflaufform auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens stellen. Etwa 50 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich sind und die Oberfläche goldbraun und knusprig aussieht. Nach etwa 30 Minuten mit einer Gabel testen, ob die Kartoffeln bereits weich werden. Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, mit Alufolie abdecken. Die Garzeit kann je nach Dicke der Kartoffelscheiben und Ofentyp variieren.

8. Ruhezeit einhalten

Nach dem Backen den Auflauf aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit sich die Aromen verbinden und der Auflauf beim Servieren nicht auseinanderfällt. Außerdem lässt sich das Gericht dann besser portionieren und hat die ideale Esstemperatur erreicht.

Sanne

Tipp vom Chefkoch

Für eine noch cremigere Konsistenz kann man die Hälfte der Sahne durch Crème fraîche ersetzen. Wer es würziger mag, fügt zwischen die Schichten dünn geschnittene Zwiebelringe hinzu. Der Auflauf lässt sich hervorragend vorbereiten und vor dem Backen bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. In diesem Fall die Backzeit um etwa 10 Minuten verlängern, da der Auflauf kalt in den Ofen kommt. Reste schmecken am nächsten Tag aufgewärmt sogar noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten.

Passende Weinbegleitung

Zu diesem herzhaften Auflauf passt ein trockener Weißwein mit guter Säure besonders gut. Ein Riesling aus der Pfalz oder ein Silvaner aus Franken harmonieren wunderbar mit der Cremigkeit des Gerichts und der Würze des Käses. Die Säure des Weins schneidet durch die Sahne und erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen. Alternativ passt auch ein leichter Grauburgunder oder für Bierliebhaber ein helles, nicht zu hopfenbetontes Lagerbier, das die erdigen Noten des Lauchs unterstreicht.

Zusätzliche Info

Der Lauch-Kartoffel-Auflauf gehört zur Familie der Gratins, überbackenen Aufläufen, die in vielen europäischen Küchen zu finden sind. In Deutschland ist diese Kombination besonders im Frühjahr beliebt, wenn der erste frische Lauch geerntet wird. Lauch, auch Porree genannt, war bereits bei den alten Römern geschätzt und gilt als eines der ältesten Kulturgemüse Europas. Die Kombination mit Kartoffeln entstand erst nach der Einführung der Kartoffel in Europa im 16. Jahrhundert. Heute ist der Auflauf ein Klassiker der deutschen Hausmannskost, der in unzähligen Varianten zubereitet wird. Manche Regionen fügen Speck hinzu, andere schwören auf Kräuter wie Thymian oder Petersilie. Die Version mit Sahne und Käse ist besonders in Süddeutschland verbreitet und verkörpert die Idee von comfort food, Wohlfühlessen, das Geborgenheit vermittelt.

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